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Elisabeth Vary
2009! Bild.Körper.

Eröffnung am 4. September von 18 bis 20 Uhr

Am 17. September um 19 Uhr
Im Gespräch. Elisabeth Vary und Beat Wismer, Generaldirektor museum kunstpalast, Düsseldorf


 


Atelier, 2009



o.T., 2009
Ölfarbe auf Karton
2tlg., 24 x 34 x 10 cm

Am 4. September 2009 eröffnet die Galerie m Bochum ihre Ausstellung mit aktuellen Werken von Elisabeth Vary (*1940 in Köln). Seit 20 Jahren begleitet die Galerie m das Werk von Vary, deren Bildkörper seitdem in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt wurden. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Köln und Corberon/Frankreich.

Wir freuen uns zudem, am 17. September um 19 Uhr zu einem Gespräch zwischen Elisabeth Vary und Beat Wismer, Generaldirektor des museum kunst palast, Düsseldorf einzuladen, welches einen weiteren Einblick in das Schaffen der Künstlerin bietet.


Die meist mehrteiligen, plastischen Malereien von Elisabeth Vary treten in Bezug zueinander und fordern unsere Wahrnehmung immer wieder heraus - ein entdeckendes Schauen schult unsere Sinne und sorgt für stete Überraschungen. Samtig tiefgründig und expressiv wuchernd, in kühler Monochromie und in chaotischer Fülle erscheinen Varys Farben auf unregelmäßigen geometrischen Formen.

Für Vary ist Farbe nicht nur Material sondern vor allem Materie und in dieser Eigenschaft stofflich und körperhaft. Sie betont den Eigenwert der Farben, lässt sie lebendig werden, sich ausbreiten, ohne die Kontrolle aus der Hand zu geben. Die Künstlerin ist es, die den Rhythmus vorgibt, „wissend wie sich Farben in einer bestimmten Menge verhalten, wenn sie fließen dürfen“ (Elisabeth Vary). Jede einzelne Fläche ist Ausdruck gewordener Gestus der Künstlerin.
Die ungewohnten Formen und die Vielfalt an Farben, die harmonisch miteinander korrespondieren, sich aggressiv übereinander legen oder auch vereinend ineinander fließen, widersetzen sich jeglicher Einordnung in gängige Gattungen oder Sehgewohnheiten.
Im Zentrum von Varys künstlerischer Arbeit stehen die lebendigen Wechselbeziehungen, die sich zwischen Bild, Farbe, Körper, Raum und Betrachter entwickeln. In der aktuellen Ausstellung verdeutlicht sich dieses Zusammenspiel in besonderer Weise in der 18-teiligen Wandinstallation – eine vollkommen neue Idee der Künstlerin. Auf relativ begrenzter Fläche entfaltet sich ein intensives „Beziehungsgeflecht“ zwischen Formen, Farben und dem Raum zwischen den Objekten. Durch die wechselnde Position des Betrachters und das einfallende Licht unterliegen diese Beziehungen einem ständigen Wandel. Was hier im Kleinen geschieht, ist übertragbar auf die gesamte Ausstellung: Die Werke, die mit wenigen Ausnahmen alle 2009 entstanden sind, interagieren miteinander, mit dem Raum und dem Betrachter.

Es bedarf deshalb mehr als nur eines Blickes, um sie in ihrer Komplexität wahrzunehmen. Sie laden zu einem Dialog ein, der durch die Bewegung des Schauenden in Gang gesetzt wird. Die ständigen Perspektivwechsel geben immer neue Geheimnisse preis und enthüllen weitere Facetten dieser Körper.

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