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Arnulf Rainer Automatenportraits 1968-1970
Artur Nikodem 1916-1930. Das photographische Œuvre
28. Juni - 28. August 2002


 


Arnulf Rainer
o.T. (Automatenportrait), 1969
Baryt-Abzug, Vintage, Unikat, 11,6 x 8,8 cm



Artur Nikodem
o.T. (Istanbul, Goldenes Horn), ca. 1916
Baryt-Abzug, Vintage, Unikat, 8,3 x 5,5 cm

Arnulf Rainer Wien Westbahnhof. Automatenportraits 1968 - 1970
Artur Nikodem 1916-1930. Aus dem photographischen Œuvre


28. Juni - 28. August 2002

In der Doppelausstellung stellen wir die fotografischen Werken der beiden österreichischen Maler Artur Nikodem und Arnulf Rainer erstmalig vorzustellen Die Fotografien beider Künstler sind von kleinem, ja beinahe winzigem Format und überzeugen doch mit ihrer großen Intensität und Präsenz.


Arnulf Rainer, geboren 1929 in Baden bei Wien, lebt und arbeitet in Enzenkirchen, Wien und Teneriffa In der Zeit von 1968 bis 1970 hat Arnulf Rainer am Westbahnhof in Wien Selbstportraits in Passbildautomaten angefertigt. Dabei kam es ihm nicht auf das möglichst sympathische Erscheinungsbild an, sondern auf den jeweiligen psycho-physischen Zustand, den er sichtbar gezeigt wissen wollte.
Diese Fotografien, die in Serien, immer nachts, wenn die Bahnhofshalle leer war, entstanden, sind die Vorlagen für seine Selbstüberzeichnungen. Für diese ließ er Repros und große Abzüge der kleinen, intim und fragil anmutenden Selbstbefragungen, Selbstentäußerungen anfertigen. Die authentischen unverfälschten Passbilder von Grimassen, Emotionen, Ausdrücken, in aufeinanderfolgenden Serien, sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen.
2003 ist zu diesen Arbeiten der Text Gesichtstheater in der Foto-Kabine. Arnulf Rainers Automatenporträts aus den Jahren 1968 - 1970 von Susanne Regener erschienen (siehe www.susanne-regener.de).


Artur Nikodem, geboren 1870 Trient, gestorben 1940 in Innsbruck
Gleichzeitig werden auch die Vintagefotografien von Artur Nikodem gezeigt. Entstanden in den 20er und 30er Jahren, sind sie ein intimes fotografisches Zeugnis des Malers. Die Privatheit und Nähe der porträtierten Freundinnen und Frauen ist ebenso anrührend wie seine über das Idyllische weit hinausweisenden Aufnahmen der niederösterreichischen Landschaft und Kultur. Seine Bildkompositionen lassen sein malerisches Auge spüren. Lichtführung und auch Perspektive zeugen jedoch auch von der experimentellen Qualität, die dieses Medium für den Maler gehabt haben mag.

Im Frühjahr 2004 widmete die Städtische Galerie Iserlohn dem fotografischen Nachlass von Artur Nikodem eine umfassende Ausstellung. Zu diesem Anlass ist in Zusammenarbeit mit der Galerie m Bochum der Katalog Artur Nikodem. Aus dem fotografischen Nachlass 1916-1930 erschienen.