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Aino Kannisto

Interview mit Aino Kannisto in ELLE, Januar 2012

Hotel Bogota, Berlin
Die Fotografien aus den Jahren 2012 und 2013 entstanden fast ausschließlich im ehemaligen Hotel Bogota in Berlin. Aufgrund seiner wechselhaften Geschichte und den besonderen Räumlichkeiten übte das Haus in der Schlüterstraße 45 eine starke Anziehungskraft aus, die auch Aino Kannisto inspiriert hat, immer wieder dorthin zurückzukehren.

Ausstellungstrailer zu Thats me. Fotografische Selbst-Bilder im Museum Marta Herford.

 


Untitled (Red Kitchen), 2004
C-Print, Diasec, 90 x 117 cm



Untitled (White Brick Wall), 1997 (2012)
Pigment Ink Print, Diasec, 65 x 65 cm

Statement

Ich erschaffe konstruierte Bilder. Ich stelle fiktive Szenen her, die ich mit einer Kamera aufnehme. Ich selbst spiele die Personen in meinen Bildern. Dennoch sind meine Bilder keine Selbstportraits im traditionellen Sinne. Die Person im Bild ist eine fiktive Erzählerin, so wie es Erzähler in der Literatur gibt. Meine Bilder sind Phantasien, ich repräsentiere eine Atmosphäre oder Stimmung durch die fiktiven Personen. Phantasie ist eine Möglichkeit um über Emotionen zu sprechen.

Für mich bedeutet das Schaffen von Kunst eine Reaktion auf meine Existenz. In diesem Sinne sind meine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit Teil meiner künstlerischen Arbeit. Ich sehe Bilder in meinem Geist, Dinge, die ich erfahre, tauchen in meinen Träumen und in stillen Momenten auf. Ich kann nicht aufhören, zu arbeiten wie ich auch nicht aufhören kann zu denken oder zu existieren.

Ich werde beeinflusst von der mich umgebenden Welt, Literatur, Kino und Fotografie, ebenso von Bildern, die schwieriger zu lokalisieren sind, wie Erinnerungen, Tagträumen und Alpträumen. Individuelle Bilder haben keine Titel, ich möchte meine Bilder nicht festlegen, indem ich ihnen Titel gebe.

In der Fotografie bin ich stets fasziniert von der physischen Seite meiner Arbeit, meiner eigenen körperlichen Präsenz in den Bildern und dem bewussten Aufbau der Szenerie vor dem Moment des Auslösens.

Bilder zu machen, ist für mich eine Möglichkeit sich mit menschlichen Emotionen zu befassen. Es ist ebenso eine gewaltige Quelle kreativer Energie und Freude, eine Möglichkeit dem eigenen Leben eine Bedeutung zu geben, indem man an etwas von dieser Welt Teil hat, das sonst sehr privat bleiben würde.